Manche Weihnachtsbäume brauchen ein paar Kugeln, eine Lichterkette und vielleicht eine schöne Schleife. Und dann gibt es Weihnachtsbäume, bei denen man beim Anschauen immer noch ein weiteres Detail entdeckt. Christmas Maximalism ist genau das: Weihnachten darf üppig, verspielt und geradezu verschwenderisch dekoriert sein.
Noch eine Schleife.
Noch einen Anhänger.
Noch eine kleine Figur.
Noch eine Girlande.
Aber bevor jetzt jemand an eine völlig überladene Wohnung denkt: Maximalismus bedeutet nicht, einfach alles aus den Weihnachtskisten gleichzeitig aufzustellen.
Der aktuelle Look funktioniert gerade dann besonders gut, wenn die Fülle bewusst zusammengestellt ist.
Viele Farben, viele Materialien, viele Ornamente – aber mit einem roten Faden.
Passende Produkte auf Amazon ansehen?*
Was ist Christmas Maximalism?
Christmas Maximalism ist gewissermaßen das Gegenteil von minimalistischer Weihnachtsdekoration.
Während beim Minimalismus vielleicht ein einzelner Zweig in einer schlichten Vase genügt, darf beim Maximalismus aus dem Zweig eine üppige Girlande werden, aus der Vase ein reich dekorierter Tisch und aus dem Weihnachtsbaum eine kleine eigene Weihnachtswelt.
Typisch sind:
- viele Christbaumkugeln
- große und kleine Ornamente
- üppige Schleifen
- Girlanden
- mehrere Lichterketten
- Weihnachtsfiguren
- Muster und verschiedene Stoffe
- kräftige Farben
- Samt und glänzende Materialien -> Samtband rot*
- dekorierte Fenster, Türen und Möbel
- üppig gedeckte Weihnachtstische
- kleine thematische Weihnachtswelten
Dabei darf durchaus etwas passieren: Christmas Maximalism möchte nicht, dass alles leer und ordentlich aussieht. Der Raum soll festlich, lebendig und voller Weihnachtsstimmung wirken.
Maximalismus bedeutet nicht Chaos!
Wer einfach sämtliche Weihnachtsdekoration der vergangenen 20 Jahre gleichzeitig verteilt, bekommt noch lange keinen gelungenen Maximalismus. Der Unterschied liegt in der Gestaltung und der bewussten Auswahl!
Bei einem gelungenen Christmas Maximalism wiederholen sich beispielsweise bestimmte Farben.
Vielleicht dominieren Rot, Dunkelgrün und Gold.
Oder Rosa, Rot und Silber.
Oder Burgunder, Tannengrün, Creme und Messing.
Auch ein bestimmtes Motiv kann sich durch die Dekoration ziehen.
Zum Beispiel:
Schleifen + Sterne + klassische Weihnachtskugeln
oder
Nussknacker + Zuckerstangen* + Lebkuchenmotive
oder
Beeren + Samt + Gold + Tannengrün
So entsteht trotz der Fülle ein Zusammenhang.
Die kleine Formel für gelungenen Maximalismus
Mehr Deko – aber nicht mehr Beliebigkeit.
Der Weihnachtsbaum als Mittelpunkt
Wenn es einen Ort gibt, an dem Christmas Maximalism besonders gut funktioniert, dann ist es der Weihnachtsbaum.
Hier darf wirklich großzügig dekoriert werden: Große Kugeln hängen neben kleinen Ornamenten. Dazwischen finden sich Sterne, Figuren, Schleifen und vielleicht sogar ungewöhnliche Anhänger.
Auch mehrere unterschiedliche Bänder können miteinander kombiniert werden. Eine breite Samtschleife kann beispielsweise mit einem schmaleren karierten Band oder einem goldenen Band ergänzt werden.
Große Schleifen sind wieder wichtig
Schleifen gehören zu den auffälligsten Elementen des aktuellen Weihnachtslooks.
Sie können ganz klassisch rot sein oder aus Samt, Leinen, Tartan oder gemusterten Stoffen bestehen.
Besonders wirkungsvoll sind große Schleifen, die nicht nur am Baum, sondern auch an Treppengeländern, Türen, Stuhllehnen oder Geschenken auftauchen.
Dadurch wiederholt sich ein Gestaltungselement im ganzen Raum.
Mehrere Weihnachtsfarben miteinander kombinieren
Beim Christmas Maximalism darf die Farbpalette größer sein als bei vielen anderen Weihnachtsstilen. Klassisches Rot und Grün funktionieren natürlich hervorragend.
Aber auch ungewöhnlichere Kombinationen sind möglich:
Rot + Pink
Verspielt, auffällig und ein wenig glamourös.
Burgunder + Tannengrün
Dunkler, eleganter und besonders festlich.
Rosa + Gold
Femininer und märchenhafter.
Blau + Silber
Etwas kühler und winterlicher.
Rot + Gold + Creme
Klassisch und opulent.
Entscheidend ist, dass sich die gewählten Farben mehrfach wiederholen. Eine pinke Kugel, die nur zufällig zwischen roten und grünen Ornamenten hängt, wirkt schnell verloren.
Wenn sich Pink dagegen in Schleifen, Kerzen, Kugeln und kleinen Accessoires wiederfindet, wird daraus ein Konzept.
Der Baum darf verschiedene Ornamente tragen
Gerade die Mischung macht den Reiz aus. Ein Baum im Christmas-Maximalism-Stil muss nicht ausschließlich aus Kugeln bestehen.
Schön sind beispielsweise:
- Sterne
- Engel
- Vögel
- Nussknacker
- Pilze
- Lebkuchenfiguren
- kleine Häuser
- Herzen
- Tiere
- Schleifen
- Glöckchen
- nostalgische Figuren
- Glasornamente
- Papierdekoration
Auch persönliche Erinnerungsstücke dürfen dazugehören. Vielleicht hängt eine alte Figur aus der Kindheit zwischen neuen Ornamenten.
Das macht den Baum nicht weniger stilvoll – sondern persönlicher.
Girlanden dürfen üppig ausfallen
Eine einfache Tannengirlande ist schön. Eine mit Schleifen, Beeren, Kugeln, Lichtern und Ornamenten dekorierte Girlande ist Christmas Maximalism.
Sie kann über einem Kamin hängen Es reicht, wenn sich einige Details wiederholen.
Beispielsweise rote Samtschleifen und goldene Kugeln.
Auch Kamin und Sideboard bekommen ihr eigenes Weihnachtsfest
Beim Maximalismus sollte der Weihnachtsbaum nicht wie eine einzelne Insel im ansonsten völlig undekorierten Raum stehen.
Der Look funktioniert besonders gut, wenn sich die Dekoration durch den Raum zieht:
- Über dem Kamin hängt eine üppige Girlande.
- Auf dem Sideboard stehen mehrere Weihnachtsfiguren.
- Daneben leuchten Kerzen.
- Auf dem Fensterbrett stehen kleine Bäume.
- Und auf dem Beistelltisch findet sich vielleicht eine Schale mit Kugeln oder ein kleines Weihnachtsdorf.
So entsteht eine zusammenhängende Weihnachtswelt.
Christmas Maximalism in der Küche
Gerade die Küche wird bei der Weihnachtsdekoration häufig vergessen. Für diesen Trend ist sie jedoch perfekt.
Offene Regale können mit Tannengrün dekoriert werden. An Haken hängen rote oder gemusterte Geschirrtücher. Auf dem Küchentisch steht ein üppiger Adventskranz.
Dazu kommen:
- Weihnachtsbecher*
- Keramik
- rote Äpfel
- Lebkuchen
- Zimtstangen
- getrocknete Orangen
- kleine Weihnachtsbäume
- Lichterketten
- Weihnachtsfiguren
Auch eine kleine Ecke mit Plätzchendosen und Weihnachtsgeschirr kann Teil des Konzepts werden.
Der Weihnachtstisch darf ebenfalls maximalistisch werden
Ein Christmas-Maximalism-Tisch ist alles andere als nüchtern.
Auf einem Tischläufer aus Samt oder Leinen stehen Kerzenleuchter, Tannenzweige, Kugeln, Beeren und kleine Figuren.
Dazwischen liegen vielleicht getrocknete Orangenscheiben oder Nüsse.
Die Teller dürfen mit Stoffservietten, Schleifen oder kleinen Anhängern dekoriert werden.
Auch unterschiedliche Gläser können interessant aussehen.
Der Trick ist allerdings, trotz der vielen Dekoration noch genügend Platz zum Essen zu lassen.
Schließlich soll der Tisch nicht nur fotografiert, sondern auch benutzt werden.
Kleine Weihnachtswelten sind wie gemacht für Maximalismus
Ein besonders schöner Bereich dieses Trends sind kleine thematische Arrangements.
Auf einem Sideboard kann beispielsweise ein winziges Weihnachtsdorf *entstehen.
Oder eine kleine Lebkuchenwelt.*
Oder ein märchenhafter Wald mit Tannenbäumen,* Pilzen und kleinen Figuren.
Oder eine nostalgische Spielzeugwelt mit Nussknackern* und alten Holzfiguren.
Hier darf man tatsächlich ein wenig ins Detail gehen.
Denn genau diese kleinen Geschichten machen den Maximalismus interessant.
Maximalismus und Nostalgie
Christmas Maximalism muss übrigens nicht unbedingt modern aussehen. Eine besonders schöne Variante kombiniert den Trend mit nostalgischen Elementen.
Alte Glasornamente, klassische Weihnachtsfiguren, rote Samtbänder, Messing, Holz und Tannengrün ergeben eine üppige, aber dennoch zeitlose Weihnachtswelt.
Das verbindet Christmas Maximalism sogar wunderbar mit dem zuvor beschriebenen Old World Christmas.
Der Unterschied liegt vor allem in der Menge.
Old World Christmas ist eher zurückhaltend und traditionsverbunden.
Christmas Maximalism nimmt diese Elemente und sagt:
„Davon bitte noch ein bisschen mehr.“
Wie verhindert man, dass es kitschig wird?
Eine gewisse Portion Kitsch gehört bei Christmas Maximalism durchaus dazu. Schließlich darf Weihnachten verspielt sein.
Trotzdem gibt es ein paar Tricks, damit die Dekoration nicht beliebig wirkt.
Eine begrenzte Farbpalette wählen
Auch bei viel Dekoration sollten sich zwei bis fünf Hauptfarben wiederholen.
Materialien wiederholen
Samt, Glas, Holz und Metall können sich an verschiedenen Stellen des Raumes wiederfinden.
Größen mischen
Große Ornamente neben kleinen Anhängern erzeugen Spannung.
Leere Stellen zulassen
Das klingt zunächst widersprüchlich, ist aber wichtig. Wenn wirklich jede Oberfläche komplett bedeckt ist, verliert das Auge schnell den Überblick. Ein paar ruhigere Bereiche lassen die üppigen Dekorationen sogar stärker wirken.
Persönliche Dinge einbauen
Ein alter Anhänger, eine selbst gebastelte Figur oder eine Weihnachtsdekoration aus der Familie macht den Look individueller.
Christmas Maximalism selbst gestalten
Man muss für diesen Trend nicht unbedingt eine komplett neue Weihnachtsdekoration kaufen. Im Gegenteil: Der vorhandene Weihnachtsschmuck ist eine hervorragende Grundlage.
Sortiere zunächst deine Dekoration nach Farben und Materialien. Vielleicht findest du dabei plötzlich Dinge, die wunderbar zusammenpassen:
- Alte rote Kugeln.
- Goldene Sterne.
- Ein paar Samtschleifen.
- Holzfiguren.
- Tannengrün.
Schon kann daraus eine neue Kombination entstehen.
Auch DIY passt hervorragend zu diesem Trend.
Schleifen lassen sich selbst aus Stoff herstellen. Papiersterne können ergänzt werden. Kleine Weihnachtsfiguren lassen sich auf Tabletts zu Miniaturwelten arrangieren.
Christmas Maximalism darf Persönlichkeit zeigen
Er verlangt nicht nach einem perfekt durchgestylten Zuhause. Er darf zeigen, was Weihnachten für die Bewohner bedeutet.
Wer Nussknacker liebt, darf eine ganze kleine Armee davon aufstellen. Wer Weihnachtsmärchen mag, kann eine märchenhafte Ecke gestalten.
Wer alte Christbaumkugeln sammelt, muss sie nicht verstecken, nur weil sie nicht alle aus derselben Kollektion stammen. Und wer Pink und Rot liebt, darf daraus eben ein ziemlich glamouröses Weihnachten machen.
Weihnachten darf üppig sein
Christmas Maximalism ist die Antwort auf Jahre, in denen Weihnachtsdekoration immer reduzierter, schlichter und minimalistischer wurde.
Hier darf Weihnachten wieder mehr sein.
Mehr Farbe.
Mehr Licht.
Mehr Ornamente.
Mehr Stoffe.
Mehr Geschichten.
Aber eben nicht unbedingt mehr Chaos. Denn guter Maximalismus ist nicht das wahllose Überladen eines Raumes.
Er ist die Kunst, viele Dinge miteinander zu verbinden und daraus eine ganz eigene Atmosphäre zu schaffen.
*Amazon-Affiliatelinks: Wir verdienen eine kleine Provision bei Bestellung. Keine Zusatzkosten für euch.
